Der Osten – Visionsphase

Im Osten mit den Augen der Visionärin sehen!

Qualitäten des OstensIm Osten des Medizinrades ist der Anfang der Kreisläufe von Mensch und Natur. Hier beginnen das menschliche Leben mit der Geburt und der Kindheit, der Jahreskreis mit dem Frühling und der Tag mit dem Sonnenaufgang. Mit dem Symbol der Sonne kann dem Osten das Element Feuer zugeordnet werden. Der Aspekt bzw. die Perspektive, mit der das Leben wahrgenommen wird, ist im Osten die Ebene der Seele.

Im Projektmanagement befindet sich im Osten die Visionsphase. Hier werden Ideen geboren und Projekte begonnen. Die Feuerkraft der Innovation und Kreativität sind hier zu Hause. Aus vagen Ideen gelingt es Visionen zu entwickeln. In dieser Phase ist man buchstäblich „beseelt“ von Ideen. Es wird mit den Augen der Visionärin/ des Visionärs auf die Entwicklung des Projektes geblickt. Die wichtigste Haltung in der Visionsphase ist das „Sehen“: Welche Träume und Visionen gibt es? Hinschauen, was ist? Wie ist die Situation? Was wird gebraucht? Was könnte entwickelt und getan werden?

In jedem Projektbeginn steckt die innovative Dynamik des Anfangs. Der Osten lehrt, diese Kraft zu würdigen und sie zu nutzen. Mit dem Feuer der Seele gelingt es, Berge zu versetzen und neue Ideen auf die Beine zu stellen, auch gegen Widerstände. Die Ebene der Seele, erinnert auch daran, dass die Ideen und Projekte häufig Teil eines größeren Ziels, einer größeren Vision sind. Jede Himmelsrichtung hat jedoch auch eine Schattenseite. So kann „zu viel Osten“ im Projektmanagement dazu führen, dass zwar Unmengen von Ideen entwickelt werden, doch nichts davon tatsächlich umgesetzt wird. Die Ideen bleiben sozusagen „im Himmel“ stecken und schaffen es nicht auf die Erde. Hilfreich kann es in dieser Situation sein, die praktischen Impulse des Westens auf der gegenüberliegenden Achse zu nutzen.